Ich muss selbst ganz ehrlich zugeben: Im Winter liegt meine Kamera eher im Schrank als zu den anderen drei Jahreszeiten. Natürlich es ist kalt, man hat viel zu tun mit Weihnachten & co und: Es ist dunkel. Und zwar oft. Und lange.

Heute wollte ich euch einen Beitrag zum Thema “Im Winter fotografieren” mitbringen und dabei besonders auf Kunstlicht und natürliches Licht eingehen. Meine anderen Fotobeiträge kommen nämlich gar nicht soooo schlecht an und auch, wenn nicht alle meine Leser begeisterte Fotografen sind, gibt es doch einige, die für ihr Hobby mal hier vorbei schauen 🙂

Lichtsituation im Winter: Helle Fotos bei wenig Licht

Licht im Winter

Tja, mit dem Licht ist das so eine Sache. Im Winter haben wir davon nämlich leider nicht besonders viel. Gerade mal von 13 – 15.30 Uhr ist es hier maximal hell in Berlin. Und “hell” ist auch immer subjektiv. Denn manchmal ist so eine fette Wolkendecke vor der Sonne, dass da kaum Strahlen durchkommen können.

Natürliches Licht

Das natürliche Licht ist natürlich (haha) meine liebste Lichtsituation. Na klar, auch hier muss man auf den Lichteinfall und die Intensität achten, aber generell ist natürliches Licht (also das Licht der Sonne) die schönste Lichtquelle!

Hier muss man also ganz stark auf die Zeit achten und wann man genau fotografieren kann. Wenn die Kunden berufstätig sind, scheiden die Wochentage schon mal komplett aus und es bleibt nur noch das Wochenende.

Jetzt ist das fotografische Geschick gefragt: Im Winter würde ich mehr denn je darauf achten, dass meine Umgebung hell genug ist. 50 Punkte gibt es, wenn man mit Schnee belohnt wird und diesen als Reflektor nutzen kann. Aber auch die Umgebung kann als Reflektor genutzt werden:

  • Achtet auf einen hellen Fußboden
  • Achtet auf helle Wände
  • Achtet darauf, dass ihr nichts über euren Köpfen habt, außer den Himmel
  • Bei starker Wintersonne: Achtet darauf, dass der Schatten eures Motivs zu euch zeigt
  • Bei dicker Wolkendecke: Achtet darauf, dass euer Motiv in Richtung Sonne schaut

Bei Schnee ist es natürlich nochmal etwas ganz was anderes mit dem Fotografieren. Aber da habe ich sogar einen ganzen Beitrag zum Thema “Fotografieren im Schnee” geschrieben 🙂

Lichtsituation im Winter: Helle Fotos bei wenig Licht

Kunstlicht

Als Kunstlicht bezeichnet man so ziemlich alle Lichtquellen, die nicht die Sonne sind. Ziemlich einfach, oder? Nur gibt es beim Kunstlicht natürlich Unterschiede: normale Glühbirnen, Tageslichtlampen, Schwarzlichtlampen, Halogenleuchten, Lampen mit warmen Farben oder kalten Farben.

Im Winter neigen gerade Innenräume dazu immer ins Gelbliche zu stechen – einfach weil unsere Glühbirnen meistens eine warme Färbung haben. Daher mein Tipp: Achtet auf euren Weißabgleich! Mit dem Weißabgleich sagt ihr der Kamera, welche Farbe tatsächlich weiß ist und wie das restliche Bild entsprechend auszusehen hat.

Ich persönlich arbeite immer mit einem manuellen Weißabgleich, also dass ICH der Kamera sage, welches Weiß tatsächlich Weiß ist. Ihr könnt aber auch den automatischen Weißabgleich nutzen und – wenn ihr im RAW Format fotografiert – hinterher in Lightroom entsprechend anpassen.

Spielt gerne mal an den Weißabgleich Reglern und schaut in welche Richtung euer Foto natürlicher aussieht. Außerdem könnt ihr euch sogenannte Tageslichtlampen besorgen. Wenn man diese in Softboxen eindreht kann man damit wunderbar Detailaufnahmen oder auch Produktfotos erstellen – selbst im Winter, wenn es draußen schon stockdunkel ist!

Lichtsituation im Winter: Helle Fotos bei wenig Licht

Mein Tipp

Manchmal fotografiert man drinnen und hat 3 verschiedene Lichtquellen, die alle etwas unterschiedlich eingefärbt sind und dann gibt es zusätzlich noch ein Fenster. Auf den Fotos kann das manchmal katastrophal aussehen. Mein Tipp: Schwarz Weiß ist euer Freund. Man hat eben einfach keine andere Möglichkeit ein sonst sehr schönes Foto zu “retten” – außer man konvertiert es in Schwarz Weiß.

Noch eine Möglichkeit ist es, sämtliche Lichter auszuschalten und stattdessen nur mit dem Fensterlicht zu arbeiten – also auch ganz nah am Fenster zu fotografieren. So bekommt man auch drinnen Fotos mit natürlichem Licht (vorausgesetzt draußen ist es noch hell!)

Kurz zusammengefasst

Hier also die wichtigsten Tipps für schöne Fotos im Winter:

  • Fotografier wenn möglich mit natürlichem Licht
  • Achte auf Reflektoren in deiner Umgebung oder bring selbst welche mit
  • Über euren Köpfen sollte der Himmel zu sehen sein
  • Pass deinen Weißabgleich entsprechend an
  • Konvertiere Fotos mit vielen Lichtfarben in Schwarz Weiß
  • Fotografiere nah an der Lichtquelle (Fenster)
  • Stabilisier deine Kamera, sodass du deinen ISO nicht zu hoch schrauben musst
  • Schalte Lichter mit warmen Lichtfarben wenn möglich aus
  • Nutze wenn möglich Tageslichtlampen
  • Bildbearbeitung ist dein Freund 😉

Ich hoffe dir haben diese Tipps zum Thema Licht im Winter gefallen! Wenn du weitere Tipps oder Fragen hast, schreib gerne einen Kommentar!

Kommentare

Hach ja, der Winter ist wirklich nicht meine liebste Jahreszeit zum fotografieren… wobei es draußen, gerade verschneit, dann schon gerne mal recht hell ist (Schnee sei Dank), aber drinnen… da geht’s bei mir dann echt nur ins Studio. 😉

Ich hoffe du hattest einen guten Start im neuen Jahr und danke für deine lieben Worte zum letzten Post!

Huhu Christine! Ja mit Schnee geht das immer ganz gut, aber ohne… 🙁 kann verstehen wieso man sich dann nur im Studio aufhalten kann! Danke schön! Ja mein Jahresstart war wirklich ganz gut – deiner auch?

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