Uhhh wir sind bei einem besonders süßen Teil von „Du bist verlobt, und jetzt?“ angelangt! Heute geht es rund um die Hochzeitstorte!

Wie sieht deine Hochzeitstorte aus?

Ehrlich gesagt gibt es bei meiner eigenen Hochzeit keine traditionelle Hochzeitstorte – und das gerade bei mir als Gebäcksüchtige! Aber wir als Paar haben uns einfach dagegen entschieden, da unser Kuchenbuffett aus selbstgebackenen Kuchen und Torten bestehen wird – deshalb brauchen wir gar keine extra Hochzeitstorte!

Und so kommen wir schon mal zum ersten Tipp zum Thema Hochzeitstorte: Besprecht einfach in Ruhe untereinander, ob und in welcher Form ihr Kaffee und Kuchen zur Hochzeit servieren wollt. Ihr wollt keine Hochzeitsorte? Absolut kein Ding! Ihr wollt eine? Dann überlegt euch schon mal wie sie aussehen und schmecken soll.

Zur Inspiration zum Aussehen von Hochzeitstorten kann ich euch mein Pinterest Board zu dem Thema sehr ans Herz legen:

Wieso eigentlich eine Hochzeitstorte?

Ja, auch bei der Hochzeitstorte handelt es sich um einen Brauch mit einer Hintergrundgeschichte und Bedeutungen. Ich glaube fast nichts bei Hochzeiten passiert „einfach so“, sondern weil es tatsächlich eine tiefsinnige Bedeutung hat. So auch bei der Torte!

Die Hochzeitstorte symbolisiert nämlich Glück, Wohlstand und soll dem Paar eine süße Zukunft verheißen. Eine absolut klassische Hochzeitstorte hat dabei übrigens 5 Etagen! Jede Etage steht dabei für einen Lebensabschnitt:

  1. Geburt
  2. Konfirmation / Kommunion
  3. Hochzeit
  4. Kindersegen
  5. Tod

Traditionell wird beim Anschnitt die 2. Etage angeschnitten. Dabei schneidet das Brautpaar gemeinsam mit einem Messer die Torte an. Achtung: Wer hier die Hand oben hat, hat laut traditioneller Aussage auch das Sagen in der Ehe 😉 Mit dem Tortenstück füttert sich das Brautpaar gegenseitig – das Steht für das Umeinander Sorgen in der Ehe. Die restliche Torte wird dann meistens vom Servicepersonal an die Gäste verteilt.

Was für Torten gibt es?

Geschmacklich: Unendlich viele! Sucht euch für eure Hochzeitstorte das raus, was euch schmeckt! Ob nun Schokolade, Vanille, Himbeer oder oder oder. Hautsache sie schmeckt euch 😉 Eure Torte kann dann entweder von außen mit einer Creme o.ä. umhüllt werden oder ihr wählt eine sogenannte Naked Cake Torte – bei dieser kann man die einzelnen Schichten von außen sehen! Für die Umhüllung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Buttercreme – Kann sehr süß oder auch nicht so süß schmecken. Eignet sich nur bedingt bei sehr warmen Wetter. Muss unbedingt kühl gelagert und transportiert werden, da sie sehr schnell schmilzt.
  • Marzipan – Eine Mischung zwischen Mandeln und Zucker. Eignet sich super als Tortendecke und für dekorative Elemente. Schmeckt nicht jedem.
  • Zuckermasse / Fondant – Hiermit kann die Torte ebenso eingedeckt werden. Es lassen sich sich sehr detaillierte Dekoelemente formen. Geschmacklich fast schon neutral! (Mein Tipp: Ein wenig Mandelaroma mit dazugeben!)
  • Ganache – Eine Mischung aus Schokolade, Butter und Sahne. Eignet sich als Tortenüberzug. Ist genauso wie Buttercreme sehr temperaturanfällig!

Für das Innenleben der Torte gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Biscuit – Ein luftig lockerer Kuchenteig. Nicht unbedingt für Etagentorten geeignet, wenn nicht dazwischen noch feste Böden aus Pappe verwendet werden.
  • Rührkuchen – Traditioneller Kuchenteig, der auch sehr stabil ist und dafür für Etagentorten geeignet ist.

Und was kann man sonst als Tortendekoration machen? Ich persönlich finde echte Blumen (diese sollten nicht gespritzt und nicht zuuu sehr mit der Torte verschmolzen sein), Bänder und Macarons total toll! Außerdem kann man seine Torte noch mit einem niedlichen Caketopper individualisieren. Cake Topper sind die Figuren oder Elemente, die oben auf die Tortenspitze gesteckt werden – entweder ein Schriftzug oder tatsächlich eine Figur des Ehepaares.

Übrigens: Die Torte muss nicht mal eine richtige Torte sein! Eure Hochzeitstorte könnten auch Cupcakes sein oder Beeren-Tarteletts oder etwas anderes!

Alles rundum die Hochzeitsorte

Wer backt die Hochzeitstorte?

Je nachdem wie aufwändig eure Torte sein soll kann das entweder ein Hochzeitsgast übernehmen oder eben professionelle Konditoren. Die wissen dann auch meistens ganz genau, wie man so eine Torte am besten transportiert, aufstellt, anschneidet und ggf. sogar einfriert, um sie zum 1. Hochzeitstag zu essen!

All diese Punkte (Anliefern, Anschneiden, Servieren) müssten auch mit der Location und dem dortigen Servicepersonal abgesprochen werden. Ggf. kann es sein, dass die Location ein sogenanntes Tellergeld verlangt, wenn die Torte von extern angeliefert wird!

Größe und Kosten der Hochzeitstorte

Dafür gibt es zwei Rechnungen: Wird die Torte zum Kaffee und Kuchen am Nachmittag serviert, sollte man pro Gast 2 Stück + 1 Stück Reserve einplanen. Das Stück Reserve bezieht sich dabei auf einen anderen Kuchen, welcher nicht die Hochzeitstorte ist.

Wird die Hochzeitstorte erst als Nachtisch am Abend oder um Mitternacht serviert, haben viele Gäste schon gar nicht mehr sooo die große Lust darauf – deswegen kann sie etwas kleiner ausfallen. Generell kann man sich den Preis gut selbst berechnen: Pro Stück kostet eine Torte je nach Aufwändigkeit der Verzierung im Durchschnitt 5 – 12 €.

Wann sollte man die Torte servieren?

Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, wer auf die Idee gekommen ist die Torte erst so gegen 22 Uhr oder gar Mitternacht zu servieren. Egal wie toll ausgeleuchtet die Location ist – am Nachmittag habe ich als Fotografin einfach das beste Licht, um die Torte entsprechend in Szene setzen zu können! Und: Eure Gäste bekommen schon vor dem Abendessen wenigstens etwas Kleines um ihre Mägen zu füllen – und wir wissen alle, dass Menschen generell besser gelaunt sind, wenn sie etwas im Bauch haben 😉

So, das war es jetzt rundum meine Tipps zur Hochzeitstorte! Ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen und er war informativ, sodass ihr jetzt noch besser bei der Planung abschätzen könnt, wie eure Torte ungefähr aussehen soll 🙂

Alles rundum die Hochzeitsorte

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